Prato Pop Up in der Hemingway Bar | Graz

Das Duo Michael Pech und Kevin Hamminger, bekannt aus dem Prato im Palais, haben Peter Wiesler ins Boot geholt und machen als Trio gemeinsame Sache in der Hemingway Bar. An 14 Abenden kredenzen sie maximal 14 Gästen feinste Kulinarik. Jedes Gericht ist von einem Buch von Ernest Hemingway inspiriert. Wir haben uns auf die Spuren des Autors begeben und das Menü vorab getestet …

Wie muss ein Menü in DER Cocktailbar von Graz beginnen? Erstens IN der Bar und zweitens mit einer essbaren Trilogie vom Cocktail! Alkoholisch in Form eines Rosè Mojitos, eines Birnen-Daiquiris und eines Wodkas mit Pfeffer und allerlei Gewürzen, essbar als Gincreme mit Tonic, Gurke und geräuchertem Aal. Sowohl die Cocktails als auch der erste Gang waren harmonisch und ausgewogen. Genüsslicher kann ein Start kaum sein.

Der alte Mann und das Meer

Angelehnt an Hemingways letztem, zu Lebzeiten erschienen Werk zauberte der Küchenchef Branzino Ceviche auf Topinamburcreme mit Sonnenblumenkernbrotcrunch. Dazu passend kam ein Chardonnay Bourgogne Blanc, Janots Bos, 2013 ins Glas.

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Über den Fluss und in die Wälder

Der Hauptakteur am Teller war ganz klar die seltene Haferwurzel. Mit Kräutern im Sous vide verfeinert begleitete die Wurzel einen saftigen Saibling, Avocado- und Bohnencreme und einen würzigen aber Speckfond. Gewagt aber durchaus passend, weil etwas kühler serviert, kam ein Blaufränkisch Opok, Tauss, 2013 aus Leutschach ins Glas.

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Der Garten Eden

Inspiriert vom posthum veröffentlichten aber unvollendeten Roman gab’s die schönsten kulinarischen Verführungen. Ein warmer Bratapfel bettete sich verführerisch auf herrlichem Topfenespuma! Dazu Kärntner Speckbirnen Schaumwein – Herz, was willst du mehr.

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Die glatte, braune Geliebte und ihre letzte Kugel

Dramatisch und ganz im Stil von Hemingway wird das Menü mit dem Selbstmord des Ausnahmekünstlers beendet. Freilich im übertragenen, kulinarischen Sinn. Nämlich in Form von Schokokuchen, der die Schrotflinte, die Hemingway als seine Geliebte bezeichnete, symbolisiert und einer Kugel in Form einer Praline dazu gab‘s jede Menge Blut in Form von herrlicher Himbeersauce!

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Und was mit einem Cocktail beginnt, soll auch mit einem enden! Zum Abschied kredenzte uns Peter Wiesler einen hausgemachten Hemingway Ice Coffee mit Vanilleeis.

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Fazit

Wieder einmal haben Kevin Hamminger und Michael Pech ihren Sinn für ästhetische Kulinarik bewiesen. Nicht nur die Optik und der Geschmack der Speisen haben uns begeistert, auch die spannenden Geschichten rund um Ernest Hemingway machen dieses Pop Up Projekt empfehlenswert.

Obwohl wir den Hauptgang „Haben und Nichthaben“ ausgelassen haben, waren wir mehr als satt. Die Weine sind perfekt auf das Menü abgestimmt und die Cocktails von Peter Wiesler suchen seinesgleichen! Wir finden auch den Preis von 119,- pro Person inklusive Weinbegleitung absolut gerechtfertigt und fair! Tolles Projekt! Wir sind schon gespannt, wie es weitergeht!

Termine und Buchungen »

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