Peppino im Hofkeller | Graz

Manchmal ist es sinnvoll, ein Restaurant ein zweites Mal zu testen. Ist die Qualität dieselbe geblieben, was hat sich verändert? Um das herauszufinden haben wir uns auf ein zweites Testessen ins Peppino im Hofkeller aufgemacht.

 

Beim ersten Mal waren wir mehr als begeistert vom Italiener in der Hofgasse. Schafft Franco das nach einem Jahr wieder?

Ja er kann es! Die Vorspeisen für alle kamen, wie damals, auf einer großen Platte. Das Carpaccio war dünn und luftig – mit Kirschtomaten und Ruccola. Das vitello Tonnato gab’s mit ungewöhnlich viel Sauce und war rein optisch kein Hingucker, aber geschmacklich der absolute Hit.

Einen Hauptgang hatten wir in besonderer Erinnerung, deshalb durfte dieser nochmals auf den Tisch. Die Calamari mit Gemüse haben sich nicht verändert. Nach wie vor fein, nicht gummiartig und sehr gut abgeschmeckt. Zusätzlich durften es diesmal zwei Portionen der Spaghetti Vongole und ein Branzino sein.

Die Muscheln waren hervorragend, wenngleich die Pasta etwas mild gewürzt war. Der Fisch war sehr zart, nicht totgebraten und sehr saftig. Wunderbar in Kombination mit dem gegrillten Gemüse und der Polenta.

Dolci dürfen beim Italiener selbstverständlich nicht fehlen, so entschieden wir uns für Tiramisu und Crema Catalana. Das Tiramisu war hervorragend, wie eh und je. Schade fanden wir allerdings, dass die Karamellschicht bei der ansonsten hervorragenden Crema stark verbrannt schmeckte. Wir mussten leider die Creme ohne die knackige Hülle genießen.

Das Service hat sich ebenfalls nicht verändert! Aufmerksam und zuvorkommend und sichtlich um jeden Gast bemüht!

Was hat sich verändert?

Die Qualität im Peppino im Hofkeller ist nach einem Jahr konstant gut. Sowohl die Speisen als auch das Service haben beim zweiten Testessen überzeugt. Das Malheur mit der Crema lässt sich bestimmt beheben 🙂

Wir kommen gerne wieder!

Wen es interessiert, kann hier den ersten Testbericht lesen:

La vita è bella oder ein Kurzurlaub in Italien

Der Urlaub beginnt bereits im Gastgarten in der Hofgasse 8. Schon von weitem versprüht der neue Italiener im Herzen der Stadt seinen Charme. Hektik gibt es nicht – und dies sei an dieser Stelle gesagt, wer schnelles italienisches Essen à la Pizza-Hütte erwartet, möge ganz schnell eine Kehrtwende machen und eine solche heimsuchen. Alle anderen, die bereit sind für einen Kurzurlaub, die sich entführen lassen wollen in die echte italienische Küche, sollen Platz nehmen und genießen. Das Leben kann so schön sein – und so einfach.

Franco ist „un vero italiano“ und kocht in seinem kürzlich übernommenen Lokal auch so. Wer bereits einmal in den Genuss eines wahren italienischen Essens gekommen ist, weiß, was ich meine. Ich spreche nicht von Massen an Pizza und Pasta, es ist die Rede von der Reduzierung auf das Wesentliche. Bei Franco gibt es Fisch, Meeresfrüchte und hausgemachte Pasta. Fleischliebhaber finden zwei Hauptgerichte auf der Karte, der Focus liegt aber ganz klar auf Meeresgetier. Und das riecht man auch schon im Vorbeigehen. Ein herrlicher Geruch macht es einem schwer, es sich hier nicht gemütlich zu machen. Wobei, auch Tripadvisor hat den Neuen in der Stadt bereits entdeckt, daher ist eine Reservierung Pflicht!

Wir wurden von Franco persönlich beraten und orderten, wie in Italien üblich, gemeinsame Speisen für alle. So kamen als Antipasti ein Tomaten- und ein grüner Salat sowie ein Carpaccio auf den Tisch. Unverfälschte italienische Küche. Das Rindfleisch war exzellent und in Kombination mit dem Rucola, dem Olivenöl und dem Himalaya Salz aus der Mühle ein perfekter Einstieg.

Franco empfahl uns als Primi Piatti frisches Steinpilz-Risotto und Strozzapreti mit Shrimps. Die Speisen überzeugten selbst mich als nicht Nudel/Risotto-Fan. Köstlich abgeschmeckt und absolut authentisch.

Anschließend durften wir Francos Gruß aus der Küche, hausgemachte Tortellini mit Branzino Füllung genießen. Ein völlig neues Pasta-Erlebnis!

In weiser Voraussicht, hatten wir lediglich gegrillte Calamari vom Grill mit Gemüse und Polenta als Secondo Piatto bestellt. Fein abgeschmeckt, mit einem Hauch von Knoblauch, Kräutern und Salz. Absolut frisch auf den Tisch – ein Genuss!

Wir beschlossen den Abend mit allen, auf der Karte angebotenen Dolci. Tiramisu, Panna Cotta und Sorbetto. Definitiv eine Sünde wert!

Zur Speisenfolge passend, tranken wir einen Costamollino, erzeugt von einer über 100-jährigen Cantina im Süden Sardiniens. Die Vermentinotraube wird fast ausschließlich auf Sardinien angebaut und ist eine der bekanntesten Weißwein Rebsorten Sardiniens.

Ein wunderbarer Kurzurlaub inmitten der Grazer Altstadt, neben ehrwürdigen Einrichtungen wie der Hofbäckerei, muss sich das neue Peppino im Hofkeller nicht verstecken! Danke Franco, für den schönen Kurzurlaub!

Eckdaten Öffnungszeiten
Adresse Peppino im Hofkeller Montag geschlossen
Hofgasse 8 Dienstag 12:00 – 15:00 / 18:00 – 23:00
8010 Graz Mittwoch 12:00 – 15:00 / 18:00 – 23:00
Webseite www.peppino-hofkeller.at Donnerstag 12:00 – 15:00 / 18:00 – 23:00
Mittagsmenü Nein Freitag 12:00 – 15:00 / 18:00 – 23:00
Telefon  +43 316 697511 Samstag 12:00 – 15:00 / 18:00 – 23:00
Preisniveau Preisniveau_mittelbishoch Sonntag geschlossen

2 Kommentare

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